El arte de ser feliz
El arte de ser feliz Die objektive, äußere ist das Bild, das unser Lebenswandel darstellt, die Art, wie wir unsre Rolle durchführen, τὸ καλῶς ἢ κακῶς ξῆν [das schön oder schlecht Leben]. Hier liegt die Tugend, das Heldentum, die Leistungen des Geistes: es ist der aktive Teil. Und hier ist der Unterschied zwischen einem Menchen und dem andern unendlich größer als auf jener andern Seite, wo etwas mehr oder weniger Leiden die enizige Differenz ist. Daher sollte diese objektive Seite unsers Lebens (τὸ καλῶς ξῆν [das schön Leben]) unser Hauptaugenmerk sein, während es meistens die andre ist (τὸ εὖ ξῆν [das gut Leben]).
Eben weil unser Tun auf dieser objektiven, äußerlich sich darstellenden Seite liegt, bezeichneten die Griechen die Tugend und was dazu gehört als das καλόν des Lebens: was schön anzusehn ist. Und eben weil nur auf dieser Seite große Unterschiede zwischen Mensch und Mensch sind, ist selbst der, welcher hier die erste Stelle einnimmt, auf jener ersten Seite, doch den übrigen ziemlich gleich: positives Glück ist auch für ihn nicht da, aber positive Leiden, wie für alle andern.
«Ein Lorbeerkranz ist, wo du ihn erblickst
Ein Zeichen…»
[«Der Lorbeerkranz ist, wo er dir erscheint,
Ein Zeichen mehr des Leidens, als des Glücks».
Goethe, Tasso, III, 4]3