El arte de ser feliz

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Kommt zu Foliant, § 270, S. 364. Cogitata, S. 361. Pandectae, § 156. (Hiezu (Eἰς ἐαυτόν) die mittelste Seite.)

Lebensregel Nr. 391

<Ich habe schon (Abhandlung von der Freiheit) gesagt, daß man, wegen der geheimen Macht, welche auch den zufälligsten Begebenheiten unsers Lebens vorsteht (davon ich ausführlich geredet), sich gewöhnen soll, jede Begebenheit als notwendig zu betrachten,2 welcher Fatalismus viel beruhigendes hat und im Grunde richtig ist. Es folgt aber unwidersprechlich aus dem bloßen Kausalitätsgesetz:3 Wahrhaft möglich war stets (wie Diodorus Megaricus richtig sagt,4 in meinem Werk [Die Welt als Wille und Vorstellung], S. 650) nur das, was wirklich geworden ist oder noch wird. Doch das Feld der Möglichkeit so viel größer als das der Wirklichkeit ist, ist teils nur scheinbar, weil der Begriff mit einem Schlage eine Unendlichkeit umfaßt, hingegen die unendliche Zeit, in der solche realilisiert wird, uns nicht gegeben werden kann und wir daher nicht das Feld der Wirklichkeit, das wie die Zeit unendlich ist, ganz übersehn, daher es kleiner erscheint; teils ist bloß von einer theoretischen Möglichkeit die Rede. Nämlich so: Möglich ist, was geschehn kann: aber was geschehn kann, geschieht gewiß, denn sonst kann es nicht geschehn. Die Wirklichkeit ist die Konklusion eines Schlusses, zu dem die Möglichkeit die Prämissen gibt.


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