El arte de ser feliz

El arte de ser feliz

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In beiden Arten des Selbstmordes ist die Sache zuletzt dieselbe: der natürliche Hang zum Leben wird überwunden durch die Unerträglichkeit der Leiden: aber wie, um ein starkes Brett zu brechen, 1000 Unzen nötig sind, während ein schwaches von 1 Unze bricht, so verhält es sich mit dem Anlaß und der Empfänglichkeit. Und am Ende ist es damit wie mit rein physischen Zufällen: eine leichte Erkältung kostet einen Kranken das Leben: aber es gibt Erkältungen, an denen selbst der Gesundeste sterben muß.

Gewiß hat der Gesunde einen viel schwereren Kampf bei Ergreifung des Entschlusses zu bestehn, als der Gemütskranke, dem in den höchsten Graden der Entschluß fast nichts kostet: dagegen aber hat dieser schon eine lange Leidensperiode vorher getragen, bis er so herabgestimmt wurde. Was überall die Sache erleichtert, ist, daß geistige Leiden uns gegen leibliche gleichgültig machen; wie auch diese gegen jene.

Die Erblichkeit der Anlage zum Selbstmord beweist, daß der subjektive Teil der Bestimmung dazu wohl der stärkere ist.>

Hiezu Nr. 45. Aus Foliant, § 260.

Lebensregel Nr. 46

Aristoteles setzt das philosophische Leben als das glücklichste: Nikomachische Ethik, X, 7-9.


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